Für alle statt für wenige


Champagner & Kaviar > Welt retten

14.Februar.2020

Vom 21. -24. Januar fand das WEF statt. Die Welt steckt in einer Krise und in Davos trifft sich die Elite wieder einmal zu Champagner und Kaviar. Was zur Hölle ist bloss los?

Nach jahrelanger gekonnter Ignoranz und mehr als einem Jahr Klimastreik ist die Politik immer noch nicht einsichtig. Jetzt mal ernsthaft. Wer denkt, er oder sie kenne die Fakten besser als tausende von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist ignorant, naiv und blind. Und wenn es um Lösungen geht, müssen immer wir uns verändern. Wir sollen nicht mehr fliegen, uns vegan ernähren, keine neuen Kleider mehr kaufen und am besten gar kein Handy mehr besitzen, denn dies ist ja umweltschädlich. Wir sollen, wir sollen, wir sollen. Versteht mich nicht falsch, auch der Eigenkonsum ist ein Faktor auf dem Weg zu einer klimaneutralen Welt, aber nicht der wichtigste. 100 Unternehmen produzieren 70% des CO2. Nicht wir sind die Schuldigen, sie sind es. Ich will endlich radikale politische Massnahmen, welche ebendiese Unternehmen in die Pflicht nehmen. Was bringt es, wenn ich mich vegan und nur von Bio-Produkten ernähre, wenn sich die Mehrheit der Bevölkerung das gar nicht leisten kann? Was bringt es, wenn wir weniger Flugtickets kaufen, während die Reichen und Mächtigen mit ihren Privatjets ans WEF fliegen? Wir, als reiches, westliches Land haben die Pflicht, in dieser Krise eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Momentan sieht es jedoch stark danach aus, als dass wir es nicht einmal schaffen werden, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Es muss uns einfach bewusstwerden, welch eine Verantwortung wir gegenüber unserer Welt haben. Und wenn die Reichen und Mächtigen diese nicht wahrnehmen, müssen wir halt dafür sorgen, dass sie es tun. Am besten rasch, denn mit jeder Sekunde, die wir untätig verstreichen lassen, rasen wir schneller auf den Abgrund zu.

Anna Miotto, Klimaaktivistin aus Uzwil




SP vor Ort