Für alle statt für wenige


Klimanotstand – und jetzt?

12.Dezember.2019

Anna Miotto, Sekretärin JUSO Kanton St. Gallen

Vor wenigen Wochen wurde die Lagunenstadt Venedig vom schwersten Hochwasser seit mehr als 5 Jahrzehnten heimgesucht. Mit 187 cm war der Wasserstand so hoch wie seit 1966 nicht mehr. In Australien wurde wegen den Buschbränden der Notstand ausgerufen. Die Buschbrände brannten schon weit über 12’000 km2 Buschland nieder und forderten bereits vier Todesopfer. Das ist aber erst der Anfang. Die Klimakrise wird noch viel mehr und vor allem schlimmere Naturkatastrophen hervorrufen.

Die Stadt Wil hat deswegen letzten Frühling den Klimanotstand ausgerufen. Sie hat erkannt, dass wir uns in einer Notsituation befinden. In Anlehnung an das Kinder- und Jugendleitbild der Stadt Wil und als Reaktion auf die Ausrufung des Klimanotstands wurde von der SP eine Interpellation eingereicht. Die Interpellation forderte, dass die Jugend wie es im Leitbild heisst, bei ihren Themen mitreden und mitentscheiden kann. Der dafür zuständige SP-Stadtrat Dario Sulzer hat daraufhin in Zusammenarbeit mit engagierten jungen Menschen den ersten Klimadialog organisiert.

Zu Beginn des Dialogs, an welchem ca. 15 Jugendliche teilnahmen, hielt FDP- Stadtrat Daniel Meili einen kurzen Vortrag, indem er darstellte, was die Stadt schon getan hat und für die Zukunft geplant hat. Die Jugendlichen teilten sich dann in zwei Gruppen auf und bekamen den Auftrag bis zur Plenumsrunde etwas zu erarbeiten. Was rauskam, geht von Pflanztagen mit der ganzen Stadt bis zu autofreien Zonen. Die Ansätze wurden diskutiert und daraufhin an den Stadtrat weitergegeben.

Was jetzt aber noch fehlt, sind sinnvolle Massnahmen. Es müssen grundlegende Veränderungen her und das Parlament und der Stadtrat von Wil müssen sich trauen, diese zu verabschieden. Je früher wir damit beginnen, desto besser, denn es gibt keinen Plan B. Das müsste eigentlich klar sein.

 




SP vor Ort