Für alle statt für wenige


  • Velounterführung am Bahnhof ade!

    Von Christof Kälin, Stadtparlamentarier Wil, Kantonsratskandidat

    Weil die SBB die Gleisanlagen am Bahnhof Wil umbauen, wird die einzige sichere Veloverbindung zwischen Stadtzentrum und Südquartier bald wegfallen. Das darf nicht sein!

    Wil | VelofahrerInnen sind sich seit Jahren gewohnt, dass sie die Personenunterführung zwischen Migros und Post am Bahnhof Wil befahren können. Diese Verkehrsverbindung stellt einen wichtigen Pfeiler im städtischen Netz der Velowege dar und wird von den BewohnerInnen des Südquartiers, BesucherInnen der Sportanlage Bergholz und KantonsschülerInnen rege benutzt.

    Leider ist den wenigsten bewusst, dass diese Verbindung von der Grundeigentümerin SBB nur als Provisorium und auf Zusehen geduldet wird. Die SBB sind nun gesetzlich gezwungen, bis 2023 den barrierefreien Zugang zu den Gleisanlagen zu gewährleisten und planen wegen des zunehmenden Personenverkehrs, gleichzeitig die Unterführung statisch und funktionell zu ertüchtigen. Der Umbau ist auf das Jahr 2021 geplant und ab diesem Zeitpunkt werden VelofahrerInnen diesen Weg nicht mehr befahren dürfen. Der Wegfall dieser Veloverbindung reisst eine Lücke in das städtische Verkehrsnetz und wäre ein grosser Rückschritt für die Wiler Velostrategie. Denn die Unterführung Ost ermöglicht als einzige zentrale Verbindung die sichere Querung der SBB-Linie, während die Unterführung zwischen Ilge und Hubstrasse wegen der zwei angrenzenden Kreisel besonders für Kinder und Senioren ein erhöhtes Unfallrisiko darstellt. Eine Zunahme von Velounfällen dürfen wir nicht in Kauf nehmen!

    Eine Machbarkeitsstudie zeigt, dass durch den Einbezug des nicht mehr genutzten Posttunnels eine parallele Veloinfrastruktur ins Projekt integriert und dieses kostengünstiger finanziert werden kann. Dafür braucht es jetzt aber die klare Unterstützung aus der Bevölkerung. Nutzen Sie Ihre persönlichen Kontakte zu Politik und Verwaltung, schreiben Sie ein Mail oder einen Leserbrief, um sich für den Erhalt der einzigen sicheren Veloverbindung zwischen Südquartier und Stadtzentrum einzusetzen.

  • Erfolgreiche SP will 4 Sitze

    Die SP Wil-Untertoggenburg hat 18 Frauen und Männer für die Kantonsratswahlen nominiert. Wir wollen einen Sitz zulegen und rechnet neu mit vier Mandaten. Unsere beiden bisherigen Kantonsräte Dario Sulzer aus Wil und Daniel Baumgartner aus Flawil treten wieder an.

    Nach der Nomination Ende Oktober fand kürzlich der Kandidierendenabend der SP Wahlkreis Wil-Untertoggenburg in Wil statt. Mit Stolz präsentieren wir unsere Liste 4, mit sieben Kandidatinnen und elf Kandidaten aus allen Regionen und diversen Berufsgattungen. Die Jusos stellen fünf Vertreter*innen. Die beiden Kantonsräte Dario Sulzer und Daniel Baumgartner besetzen die ersten Listenplätze. Peter Hartmann, ehemaliger Fraktionspräsident und SP-Schwergewicht tritt nicht mehr zur Wahl an.
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  • Klimanotstand – und jetzt?

    Anna Miotto, Sekretärin JUSO Kanton St. Gallen

    Vor wenigen Wochen wurde die Lagunenstadt Venedig vom schwersten Hochwasser seit mehr als 5 Jahrzehnten heimgesucht. Mit 187 cm war der Wasserstand so hoch wie seit 1966 nicht mehr. In Australien wurde wegen den Buschbränden der Notstand ausgerufen. Die Buschbrände brannten schon weit über 12’000 km2 Buschland nieder und forderten bereits vier Todesopfer. Das ist aber erst der Anfang. Die Klimakrise wird noch viel mehr und vor allem schlimmere Naturkatastrophen hervorrufen.

    Die Stadt Wil hat deswegen letzten Frühling den Klimanotstand ausgerufen. Sie hat erkannt, dass wir uns in einer Notsituation befinden. In Anlehnung an das Kinder- und Jugendleitbild der Stadt Wil und als Reaktion auf die Ausrufung des Klimanotstands wurde von der SP eine Interpellation eingereicht. Die Interpellation forderte, dass die Jugend wie es im Leitbild heisst, bei ihren Themen mitreden und mitentscheiden kann. Der dafür zuständige SP-Stadtrat Dario Sulzer hat daraufhin in Zusammenarbeit mit engagierten jungen Menschen den ersten Klimadialog organisiert.

    Zu Beginn des Dialogs, an welchem ca. 15 Jugendliche teilnahmen, hielt FDP- Stadtrat Daniel Meili einen kurzen Vortrag, indem er darstellte, was die Stadt schon getan hat und für die Zukunft geplant hat. Die Jugendlichen teilten sich dann in zwei Gruppen auf und bekamen den Auftrag bis zur Plenumsrunde etwas zu erarbeiten. Was rauskam, geht von Pflanztagen mit der ganzen Stadt bis zu autofreien Zonen. Die Ansätze wurden diskutiert und daraufhin an den Stadtrat weitergegeben.

    Was jetzt aber noch fehlt, sind sinnvolle Massnahmen. Es müssen grundlegende Veränderungen her und das Parlament und der Stadtrat von Wil müssen sich trauen, diese zu verabschieden. Je früher wir damit beginnen, desto besser, denn es gibt keinen Plan B. Das müsste eigentlich klar sein.

     


SP vor Ort