Für alle statt für wenige


  • Champagner & Kaviar > Welt retten

    Vom 21. -24. Januar fand das WEF statt. Die Welt steckt in einer Krise und in Davos trifft sich die Elite wieder einmal zu Champagner und Kaviar. Was zur Hölle ist bloss los?

    Nach jahrelanger gekonnter Ignoranz und mehr als einem Jahr Klimastreik ist die Politik immer noch nicht einsichtig. Jetzt mal ernsthaft. Wer denkt, er oder sie kenne die Fakten besser als tausende von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist ignorant, naiv und blind. Und wenn es um Lösungen geht, müssen immer wir uns verändern. Wir sollen nicht mehr fliegen, uns vegan ernähren, keine neuen Kleider mehr kaufen und am besten gar kein Handy mehr besitzen, denn dies ist ja umweltschädlich. Wir sollen, wir sollen, wir sollen. Versteht mich nicht falsch, auch der Eigenkonsum ist ein Faktor auf dem Weg zu einer klimaneutralen Welt, aber nicht der wichtigste. 100 Unternehmen produzieren 70% des CO2. Nicht wir sind die Schuldigen, sie sind es. Ich will endlich radikale politische Massnahmen, welche ebendiese Unternehmen in die Pflicht nehmen. Was bringt es, wenn ich mich vegan und nur von Bio-Produkten ernähre, wenn sich die Mehrheit der Bevölkerung das gar nicht leisten kann? Was bringt es, wenn wir weniger Flugtickets kaufen, während die Reichen und Mächtigen mit ihren Privatjets ans WEF fliegen? Wir, als reiches, westliches Land haben die Pflicht, in dieser Krise eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Momentan sieht es jedoch stark danach aus, als dass wir es nicht einmal schaffen werden, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Es muss uns einfach bewusstwerden, welch eine Verantwortung wir gegenüber unserer Welt haben. Und wenn die Reichen und Mächtigen diese nicht wahrnehmen, müssen wir halt dafür sorgen, dass sie es tun. Am besten rasch, denn mit jeder Sekunde, die wir untätig verstreichen lassen, rasen wir schneller auf den Abgrund zu.

    Anna Miotto, Klimaaktivistin aus Uzwil

  • Für bezahlbare Krankenkassenprämien

    Die Krankenkassenprämien sind eine hohe Belastung. Für viele ist die Belastung zu hoch. 170’000 Menschen können in der Schweiz ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlen. Das ist eine hohe Zahl. Und doch verwundert sie nicht. Die Krankenkassenprämien sind in den vergangenen 20 Jahren um 120 Prozent gestiegen! Überlegen Sie mal, wie sich in dieser Zeit Ihr Lohn entwickelt hat. Eben!

    In einigen Kantonen kommen Menschen, die ihre Prämien nicht bezahlen können auf sogenannte schwarze Listen. Wer auf dieser Liste steht, wird nur noch im Notfall behandelt. Das ist unwürdig und fördert eine Zweiklassenmedizin. Einige Kantone haben sogar Kinder auf diesen Listen geführt. Dabei können Kinder am wenigsten dafür, wenn ihre Eltern die Rechnungen nicht bezahlen können.

    Auch im Kanton St.Gallen gibt es seit 2015 eine solche schwarze Liste. In den letzten zwei Jahren hat sich die Anzahl Personen auf dieser Liste verzehnfacht! Statt 1’000 stehen nun 10’000 Personen auf dieser Liste! Die Liste wurde damals eingeführt, weil man sich eine abschreckende Wirkung erhoffte – dem ist aber nicht so. Die Liste bringt nichts. Die 10’000 Betroffenen bezahlen ihre Krankenkassenrechnungen nicht darum, weil sie die Liste fürchten, sie zahlen nicht, weil sie nicht können. Sie haben schlicht das Geld nicht!

    Viele Kantone haben darum ihre Listen abgeschafft. Auch der Kanton St.Gallen sollte diese Liste abschaffen. Stattdessen sollte der Kanton die Früherkennung verbessern bei Leuten, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Es ist auch aus finanzieller Sicht für den Kanton besser, früh zu reagieren und mitzuhelfen die Schwierigkeiten dieser Familien zu lösen, statt die Menschen einfach von der Grundversorgung auszuschliessen.

    Wir stehen in der Verantwortung, den Kostenanstieg einzudämmen. Und wir müssen auch die Prämien verbilligen. Die SP hat dazu die Prämienentlastungs-Initiative eingereicht. Damit die Krankenkassenprämien für alle bezahlbar werden.

    Darum: Am 8. März SP wählen. Liste 4.

    Dario Sulzer, Kantonsrat, Stadtrat


SP vor Ort